#hubertsbikeblog Mountainbiken in Südtirol, in den Dolomiten, am Gardasee und überall wo es gut ist. Tourenberichte, Tourenvorschläge, Tourentipps, MTB-Touren, GPS-Daten, Alpencross, Biketests, Modellvergleich, Fahrberichte, Bike-Technik, Bike-Trends und vieles mehr...
Hoamatgfühl - unterwegs in den Sarner Bergen
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Einige Abschnitte dieser Tour hatte ich in meinem Blog schon beschrieben. Und doch verfolgt mich seit gestern der Gedanke, nachdem ich diese Runde zum x-ten Mal gefahren bin, wieder einmal über diese traumhafte Tour, die atemberaubende Kulisse und vor allem das Gefühl zu schreiben, das sich in mir breitmacht, wenn ich diese Runde fahre. Freitag und frei - die perfekte Kombi. Zuerst ein paar Erledigungen im Dorf, Bekannten begegnen, ein paar Takte reden und dann direkt auf das Bike, so stelle ich mir einen freien Sommertag zuhause vor. Heute bin ich allein unterwegs, der Start über die Asphaltstraße ist immer etwas zäh, ehe man den Rythmus gefunden hat. Ab der ersten Kehre entkoppeln sich Kopf und Beine, sie arbeiten autonom, der Kopf wird frei, die Gedanken schweben und eine Melodie bricht sich Bahn - Hoamatgfühl.
Nach den ersten 1.000 Höhenmetern beginnt das sanfte Gleiten
Bodenständig - die Öttenbacher Alm
Ich habe den letzten Hof, den Obermarcher, erreicht, kurble am Parkplatz vorbei und der Untergrund wechselt zu Schotter, es öffnet sich zusehends der Horizont, ich fahre über die Waldgrenze und nach einer Kehre finden meine Augen den ersten Blick in die Dolomiten. Es ist Mittagszeit, aber an der Öttenbacher Alm ist die Einkehr ohnehin ein Muss. Eine Alm, vor Jahren schon umgebaut und modernisiert, aber ohne jeden Schnickschnack, ehrlich, echt, bodenständig. Ein Gaumenschmaus ist der "Schepsen" oder das "Bockene" (Lamm- oder Ziegenbraten) mit Knödeln und selbst wenn man nicht zur Essenszeit hier vorbeikommt, ist der legendäre Mohnstreuselkuchen beinahe Pflichtprogramm. Mit fast 1.000 Höhenmetern und etwas über 10 Kilometern seit dem Start ist die Einkehr jedenfalls verdient. Das Bockene ist zart, die Knödel locker, der Ausblick spektakulär - was für ein Tag!
Sanfte Trails - auf und ab
Ruhe und Weite
Danach besteht die Tour nur mehr aus einem sanften Auf und Ab, in Richtung Meraner Hütte geht es weiter. Vorbei am Spieler, über das Kreuzjoch, zwischen 1.900 und 2.100 Höhenmetern surft man gelassen dahin. Immer auf sanften und leichten Trails, mal wieder etwas abwärts, dann in einem leichten Anstieg. Dieses Gefühl, das die Alten immer mit "obenauf auf der Welt" beschrieben hatten, befällt mich hier, die schier grenzenlose Weite vermittelt ein ungeahntes Freiheitsgefühl und eine tiefe Verbundenheit mit diesem Flecken Erde.
"obenauf auf der Welt"
Kreuzjöchl - 360° Aussichtspunkt
Stoanerne Mandlen - mystischer Kraftplatz
An friedlich wiederkäuenden Rindern vorbei fahre ich auf das Kreuzjöchl, von dort weiter auf das Auener Joch und auf die Stoanernen Mandlen. Dieser Kraftort und frühgeschichtliche Kultplatz, ehemaliger Treffpunkt der "Bachlerzottl", der bekannten Sarntaler Hexe, die im Jahr 1540 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, ist auch heute noch Sammelplatz moderner Hexen verschiedenster Coleur. Und natürlich Pflichtprogramm für jede Bergtour auf dem Tschöggelberg, ob zu Fuß oder mit dem MTB.
Nebel zieht auf, mit ihm düstere Stimmung
Mit Wurzeln und Steinen gespickter Naturtrail
Aufziehende Wolken scheinen die Geister der Vergangenheit wiederzuerwecken und aufziehende Nebel mahnen zur Weiterfahrt. Auf leichtem Grasboden geht es schwungvoll von den Mandlen zur Möltner Kaser, einer gut besuchten Alm, wo ich ein kurzes Gewitter vorbeiziehen lasse. Danach trete ich die erfrischende Rückfahrt im leichten Nieselregen an, auf Wald- und Naturtrails, die mit Wurzeln und Steinen gespickt sind, kurble ich in das Sarntal zurück. Am Putzer Kreuz hoch über dem Tal lohnt sich eine letzte Einkehr, bevor es den alten Putzer Weg, einen ruppigen Saumpfad, hinab in das Tal an den Ausgangspunkt der Tour geht. Die Sonne bahnt sich wieder den Weg durch die Wolken, aus dem Tal steigt mir feuchtwarme Luft entgegen, ich vernichte die letzten 500 Höhenmeter und tauche in den sommerlichen Duft der Berge ein. Hoamatgfühl!
Fazit: Zurück am Ausgangspunkt in Sarnthein stehen 30 Kilometer und 1.340 Höhenmeter auf dem Tacho. Aber etwas ganz anderes ist viel wichtiger - das Erlebnis und das Gefühl - was für ein Tag!
Ich habe schon die verschiedensten MTB Schuhe getragen, Sidi oder Scott für die Rennen und früher sehr gerne Shimano für die Touren, weil mir dort vor allem wichtig ist, dass die Sohle guten Grip beim Gehen bietet. Bei Shimano, die ich als sehr bequem empfinde, hatte ich leider zweimal das Problem, dass sich die sehr griffige Gummisohle nach einiger Zeit von der steifen Platte gelöst hat und der Schuh förmlich aus dem Leim gegangen ist. Darum habe ich mich in diesem Jahr nach einem neuen MTB Schuh umgesehen. Fizik Terra Atlas MTB Schuhe Bei www.bike-discount.de wurde ich fündig und seit dieser Saison fahre ich auf Touren den Fizik Terra Atlas. Der Schuh ist in schwarz, weiß oder olivgrün erhältlich. Der Terra Atlas ist ein komfortabler Schuh mit einer großzügigen Passform, der nicht nur gut zu tragen ist, solange man auf den Pedalen steht. Vor allem, wenn man mal im groben Gelände für etwas längere Strecken zu Fuß unterwegs ist, das Rad schiebt oder trägt, spielt er seine Stärke...
Schon vor beinahe vier Jahren hatte ich hier im Blog die Frage gestellt, " Welche Schaltung für mein Bike: XTR oder XT, XX/X0 oder X9? ". Ausgegangen war ich damals vom Verbau der Schaltungen auf 26 Zoll Mountainbikes. Die 29er standen noch vor ihrem Durchbruch, 27,5 Zoll (650B) war noch unbekannt, es gab noch keine 11-fach Ritzel und auch die SRAM XX1, mit einem einzigen Kettenblatt, war noch nicht geboren. Also haben sich inzwischen einige Voraussetzungen geändert, um zu bewerten, welches nun die "richtige" Schaltung/Übersetzung für das MTB ist. Dabei gehe ich immer noch von der Frage aus, welche Touren ich unternehmen, welche Strecken man bewältigen möchte. Dies ist entscheidend dafür, wie breitbandig die Übersetzung sein soll. Will ich ein Crosscountry-Rennen bestreiten, nutze ich mein MTB vorwiegend für kurze Feierabendrunden? Welche Steigungen möchte ich bewältigen, fahre ich viele Flachstrecken, Forst- und Radwege? Bin ich eher abfahrtsorientiert und...
Sieht man sich in den Fachgeschäften um, stellt man fest, dass kein einziges Mountainbike der Mittel- oder Oberklasse in der Erstausrüstung mehr mit 2fach Kurbel bestückt ist. Nur im untersten Einstiegsbereich finden sich noch MTBs mit 2fach Kurbeln, nach einer 3fach Kurbel muss man schon sehr lange suchen. Letztere gibt es ausschließlich im Billigsegment, wo Schaltungen von Citybikes u. ä. an Rädern verbaut werden, die den Namen MTB nicht verdienen. Auch bei den Versendern finden sich 2fach Schaltungen äußerst selten, nicht einmal in der Einstiegsklasse werden sie noch verbaut. Im Wettbewerb um den technischen Fortschritt hat besonders der US-Hersteller SRAM, zuerst mit seinem Produkt XX, mit ursprünglich 2x10 Gängen, den 3fach Schaltungen den Garaus gemacht. Dann kam SRAM mit der XX1 Eagle, zuerst mit 1x11 und dann mit 1x12 und hat den Wettbewerb wieder neu entfacht. Der Platzhirsch Shimano musste jeweils nachziehen und hat teilweise Marktanteile in der Erstausrüstung verloren. ...
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