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Mountainbike - vom Mythos zum Mainstream?

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Bereits in zwei meiner vorhergehenden Beiträge hatte ich mich gefragt, wohin die Entwicklung des MTB-Sports gehen wird. Im April 2014 fragte ich  MTB - quo vadis?  Und im Januar 2020 Mountainbiken 2020 - wohin geht die Reise?  Ein Artikel auf ride-mtb.com hat mich vor kurzem ins Grübeln gebracht. Die These dort: Der Mountainbikesport hat seine Seele verloren . Ein starker Satz. Einer, der hängen bleibt – besonders dann, wenn man selbst seit Jahrzehnten im Sattel sitzt und glaubt, seinen Sport zu kennen. Und heute, angesichts der Krise in der Branche, frage ich mich: MTB, wohin bist du gegangen?   MTB - wohin bist du gegangen? Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir: Es geht nicht um Nostalgie. Und noch weniger geht es darum, den Anfängen nachzutrauern. Aber ich bin mir sicher, es gibt einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung und der aktuellen Krise der Bike-Industrie. In meinem Beitrag  MTB:Verantwortung übernehmen  hatte ich schon einige...

Graubünden: Val di Mora - ein Tag im MTB-Paradies

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Schon früh am Morgen rollen wir in Taufers im Münstertal (1.240 m) los. Es ist noch frisch und das leise Rauschen des Rambaches und die Ruhe des kleinen Dorfes an der Schweizer Grenze bilden den Auftakt zu einer Tour, die an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Auf dem Weg zum Döss Radond Über den Radweg geht es zunächst gemütlich nach Santa Maria. Nach diesen ersten gemütlichen 200 Höhenmetern beginnt der lange Anstieg über einen Schotterweg und noch ahne ich nicht, welch herrliche Landschaften mich weiter oben erwarten. Gleichmäßig zieht sich der Weg in Serpentinen durch den Wald. Der Schweiß rinnt, doch mit jedem Höhenmeter öffnet sich der Blick weiter, bis schließlich nach etwa 800 Höhenmetern und 9 Kilometern am Döss Radond (2.234 m) ein Panorama auf uns wartet, das alle Mühen vergessen lässt.  Stetig bergauf zum Döss Radond Angekommen am Döss Radond Landschaft wie auf einem Gemälde      Vor mir breitet sich das Val di Mora aus, ein stilles Hochtal, das wie aus ei...

Südtirol: Grenzabenteuer zwischen Brenner Grenzkamm und Obernberg

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Es gibt Touren, die brennen sich ins Gedächtnis – und diese gehört definitiv dazu. So auch mein Grenzabenteuer auf dem Mountainbike zwischen Nord- und Südtirol, bei dem Genuss und Landschaft im Vordergrund stehen. Keine Hektik, keine überfüllten Wege – einfach pures Bikerherzglück. Brenner Grenzkamm Los geht’s in Gossensass, wo wir uns gleich nach Giggelberg auf dem alten Militärweg einradeln. Die Auffahrt ist angenehm gleichmäßig, man kommt wunderbar in den Rhythmus und kann den Blick immer wieder schweifen lassen. Nach rund 1.000 Höhenmetern und etwa 15 Kilometern ist man oben am Sandjöchl, dort wartet dann die erste große Belohnung: ein traumhafter Ausblick ins Obernberger Tal, hinab zum Obernberger See und zu den markanten Tribulaunen. Da stockt einem fast der Atem – und das nicht nur wegen der Höhenmeter. Militärstraßen und Befestigungsanlagen... ...und schier unendliche Weite   Ab hier beginnt der Panorama-Teil der Tour: südöstlich des Brenner-Grenzkammes rollen wir entspannt...

Saisonstart 2025: Wenn's vorne rutscht und hinten schleift...

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...dann ist wieder Mountainbikesaison - mit dem Bike in die strahlende Sonne und durch den letzten Schnee!   Sobald die Temperaturen milder und die Sonnentage länger werden, fangen die Beine an zu jucken, die Trails rufen immer lauter und das Mountainbike will raus! Nach einem langen Winter habe ich endlich  meine erste MTB-Tour der Saison 2025 gestartet – natürlich auf einem meiner geliebten Hometrails im Sarntal. Auf in die neue Bike-Saison!   Schon beim ersten Tritt spüre ich die vertraute Freude: das Knirschen der Reifen auf dem Schotter, der Fahrtwind im Gesicht und das Gefühl von Freiheit. Die Route führt mich über bekannte Pfade, hoch über den Riedelsberg, vorbei an den langsam ergrünenden Wiesen und gluckernden Wässerlein. Doch je höher ich komme, desto mehr verwandelt sich die Landschaft, in schattigen Ecken liegen Schneereste und plötzlich liegt ein durchgehender weißer Teppich auf dem Trail! Weiße Überraschung   Auf über 1.600 Metern Höhe breitet sich e...

Südtirol: Mountainbiken im herbstlichen Feldthurns - Saisonabschluss

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Ende Oktober in Südtirol - das bedeutet herrliches Wetter mit klarer Luft und schier unendlicher Fernsicht. Bei diesen Bedingungen zwingt es mich quasi auf das Mountainbike, ich muss nicht mehr ganz hoch hinauf, denn einige Gipfel sind schon leicht mit frischem Weiß angezuckert, aber im Mittelgebirge lässt es sich noch herrlich biken. Und das Mountainbiken ist zu dieser Jahreszeit etwas ganz Besonderes. Dahingleiten im raschelnden Laub der alten Kastanienbäume   Mein Ausgangspunkt ist heute Feldthurns im Eisacktal. Hoch oben auf einer malerischen Mittelgebirgsterrasse, die sich sanft nach Südosten neigt, liegt der charmante Hauptort Feldthurns, liebevoll auch als Dorf bezeichnet. In luftigen Höhen von 850 Metern entfaltet sich hier eine idyllische Siedlung, umgeben von einer Vielzahl kleinerer Ortschaften, Weiler und Einzelhöfe, die sich harmonisch um das Herz des Dorfes gruppieren. Gemeinsam mit den Fraktionen Garn (1.200 m), Schnauders (1.000 m), Schrambach (600 m) und Tschiffnon...

Zum Europäischen Tag des Fahrrads

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Heute, am 3. Juni, feiern wir den Europäischen Tag des Fahrrads , der seit 1998 alljährlich stattfindet. Es gibt viele Gründe, warum das Fahrradfahren großartig ist – für uns und für die Umwelt. Erstens, Radfahren ist wie ein Fitnessstudio auf Rädern – es stärkt unser Herz-Kreislauf-System, verbessert die Muskelkraft, trägt zur Gewichtsreduktion bei und macht dazu noch einen Riesenspaß. Zweitens, Fahrräder stoßen null Emissionen aus und machen keinen Lärm, sodass uns das Radfahren auch ein gutes Gefühl in puncto Umwelt gibt. MTB Family Auf meinem Bike Blog dreht sich alles um das Mountainbiken in den verschiedenen Regionen Südtirols und darüber hinaus. Tourenberichte, wertvolle Tipps und aktuelle Trends rund ums Radfahren sollen euch zum Biken inspirieren. Wie wäre es etwa mit der Rittner Horn Runde , einer beeindruckenden Tour in Südtirol, die sowohl konditionell fordernd als auch landschaftlich überwältigend ist? Oder wie wäre es mit ein wenig Hoamatgfühl im Sarntal? Ich hoffe, mein...

MTB: Atala Vintage Mountainbike

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Auf den Tag genau vor 12 Jahren habe ich meinen ersten Blogbeitrag verfasst. Tadaaa! Und hier ist mein 200. Beitrag auf Huberts-Bike-Blog. Dazu passt ein Blick in die Vergangenheit und zu den Ursprüngen des Mountainbikens.  In einem Kellerabteil in der Nachbarschaft ist kürzlich ein ganz besonderes Stück Mountainbike-Geschichte aufgetaucht - ein Stahlross des italienischen Herstellers Atala. Leider konnte ich keine zuverlässige Information über das exakte Alter des Atala Mountainbikes auftreiben, laut Ausstattung und Farbgebung würde ich es auf die Jahre 1990 - 1992 datieren.  Atala Vintage Mountainbike Der Diamant-Rahmen ist aus Stahlrohren in Italien verschweißt worden und trägt die Seriennummer 0714836. Das Bike ist mit einer, mir bisher unbekannten 4x5 Shimano SIS Schaltung ausgestattet, mit vier Kettenblättern vorne und fünf Ritzeln hinten. Die Schalthebel befinden sich oben auf dem Lenker. Meine MTB-Zeitrechnung hatte eigentlich bei 3x6 begonnen, umso mehr bin ich der Üb...