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Samstag, 3. April 2021

Biketest: Trek Procaliber 9.8 - Modelljahr 2021

Wie schon in meinem letzten Beitrag geschrieben, bin ich mit Elan in die neue Saison gestartet. Einiges an Motivation ist wohl dem neuen Sportgerät geschuldet, dem Trek Procaliber 9.8. Auf Asphalt und auf den Schotterpisten im Tal fährt sich das Trek bei den ersten Ausfahrten leichtfüßig und spurtstark, trotz des nicht allzu geringen Gewichts. Der Rahmen des Modelljahres 2021 wurde komplett überarbeitet. Der relativ flache Lenkwinkel von 68,8 Grad soll für Laufruhe, die kurzen Kettenstreben für Wendigkeit sorgen. Ein steilerer Sitzwinkel sorgt für einen kräftigen Antritt. Aber der Reihe nach...

Wuchtig: Bontrager Carbon 29er Felgen mit 29 mm Maulweite und 2.2 Reifen
 
Daten und Fakten des Trek Procaliber 9.8:
  • Modelljahr 2021, Farbe Factory Orange/Lithium Grey, Größe M/L
  • Rahmen aus OCLV Carbon - Treks patentiertes Carbonfaser-Verfahren, IsoSpeed Dämpfungssystem, intern geführte Kabel
  • Gabel Fox Performance 32 Step-Cast, Remote Lockout, 100 mm Federweg, Boost
  • Steuersatz  FSA IS-2, Tapered mit Knock Block - limitiert den Lenkeinschlag auf 62°
  • Schaltwerk Shimano XT M8100, long cage, 51T 
  • Schalthebel Shimano XT M8100, 12-speed
  • Bremsen Shimano Deore XT M8100, 180 mm vorne und hinten (Original 160 mm umgebaut)
  • Kurbelgarnitur e*thirteen TRS Race Carbon, 30 mm spindle, 34T 
  • Kassette Shimano XT M8100, 10-51, 12-speed
  • Lenker Bontrager Kovee Pro, OCLV Carbon, 35 mm, Vorbau Bontrager Kovee Pro, Griffe ESI Chunky
  • Laufräder Bontrager Kovee Elite 30 OCLV Carbon, 29 mm Maulweite, Tubeless Ready,  Steckachse 15x110 mm vorne, 12x148mm hinten
  • Reifen Bontrager XR2 Team Issue, Tubeless Ready, 29x2.20 vorne und hinten, mit Schläuchen
  • Sattelstütze Bontrager Pro, OCLV Carbon, 31.6 mm, Sattel Bontrager Montrose Elite
 
Insgesamt ist das Paket sehr stimmig, die Komponenten sind sehr solide gewählt mit kompletter Shimano XT Schaltgruppe und XT Bremsen, mit Felgen, Lenker, Sattelstütze aus dem Werkstoff Carbon von Treks Hausmarke Bontrager. Nach dem Umbau der hinteren Bremsscheibe auf 180 mm und der Montage eines Flaschenhalters bleibt die Waage bei 10,62 Kg stehen, mit den Shimano XT M8100 Klickpedalen kommen weitere 340 Gramm hinzu und das ergibt ein Gesamtgewicht von knapp 11 Kg im fahrbereiten Zustand. Das ist gewiss keine Bestmarke, aber ein vernünftiges Gewicht, um schnell den Berg hoch und - mit meinen knapp 75 Kg Fahrergewicht - durch die solide Komponentenwahl auch wieder sicher hinunter zu kommen und auch die Haltbarkeit über mehrere Jahre sicherzustellen.

Kein absolutes Leichtgewicht, ohne Pedale 10,62 Kg

Das Procaliber 9.8 punktet außerdem mit einigen technischen Finessen. So etwa das IsoSpeed, ein auf Gummi gelagertes System, das Oberrohr und Sitzrohr verbindet. Vibrationen und Schwingungen sollen dadurch gedämpft, der Flex verbessert und dadurch der Fahrer entlastet werden, während der Rahmen im Antritt maximale Steifigkeit und somit einen zackigen Antritt garantiert. Knock Block nennt sich der Steuersatz, der den Lenkeinschlag bei 62° stoppt und dadurch verhindert, dass Schalt/Bremshebel auf dem Oberrohr oder der Gabelschaft auf dem Unterrohr anschlagen. Ein breiter Schutz aus Kunststoff schützt das edle Carbon des Unterrohres vor Steinschlag oder Berührungen mit dem Untergrund. Die Carbonfelgen mit großer Innenbreite lassen die Reifen breit bauen und ermöglichen ein Fahren mit geringerem Luftdruck.

Vorgänger und Nachfolger

Nach den ersten Ausfahrten im leichten Gelände ist jetzt auch die Feuerprobe auf den Hometrails bestanden. Das Trek klettert behände, das Vorderrad bleibt auch in den schwierigsten Steigungen auf dem Boden, ohne dass man das Gewicht extrem nach vorne verlagern muss. Das Limit ist allein die Beinkraft gepaart mit der Übersetzung 34x51. Auf Wurzeltrails im sanften Auf und Ab fährt sich das Trek zwar weniger geschmeidig als ein Racefully, aber man kann überraschend viel im Sattel bleiben. Ob es die breiten Reifen mit wenig Luftdruck oder das IsoSpeed sind - ich denke die Kombination macht's. Bergab zieht das Hardtail sicher seine Spur, ist sehr gut zu beherrschen und vermittelt sehr viel Sicherheit. Die Bontrager Reifen bieten trotz des recht feinen Profils überraschend viel Grip, ob bergauf oder bergab, im Schotter, im tieferem Geläuf, auf Wurzeln und Steinen, mit wenig Luftdruck gefahren, krallen sie sich mit Nachdruck in jeden Untergrund.
 
Unterwegs auf Wurzeltrials

Trek Procaliber - Trailräuber unterwegs
 
Fazit: Das Trek Procaliber ist ein ambitioniertes Hardtail für den Renneinsatz, aber nicht nur. Es bietet sich auch als grundsolides Freizeitgerät und als Tourenbegleiter an, an dem man lange seine Freude haben kann. Es ist in sechs verschiedenen Größen (S, M, ML, L, XL, XXL) und vier Ausstattungsvarianten erhältlich, vom einfachsten Modell 9.5 bis zum Top-Modell 9.8 und es müssen zwischen 1.949 und 3.699 Euro über den Ladentisch. Nach der Registrierung auf der Trek-Seite gilt für den Erstkäufer auf Carbon-Rahmen und Carbon-Felgen eine lebenslange Garantie.

Dienstag, 23. März 2021

MTB: Saisonstart einmal anders

Der Lockdown hat uns zum Ende des Winter 2020/21 im festen Griff, immer noch gelten Einschränkungen im Alltag und leider auch beim Sport. Im Unterschied zum Vorjahr ist das Fahrradfahren glücklicherweise erlaubt und mit dem Bike darf man sogar über die Gemeindegrenze. Das eröffnet Perspektiven, sobald der reichliche Schnee dieses Winters endlich Vergangenheit und die Trails wieder frei sind. Vorerst muss ich leider mit den asfaltierten, sonnenexponierten Bergstraßen vorlieb nehmen.

MTB
Die Bikesaison 2021 ist eröffnet

In unseren Breiten besteht ein vielfältiges Wintersportangebot und deshalb fahre ich im Winter nicht  Fahrrad, nur einzelne Sportler fahren das ganze Jahr über mit dem Rennrad oder E-Bike. Aber es gibt outdoor jede Menge reizvoller Alternativen, zwischen denen man wählen kann, wie etwa Winterwandern, Schneeschuhwandern, Skitour, Ski-Langlauf und Alpinski. Einige sind besser, andere weniger gut geeignet, die Kondition zu halten oder zu steigern. Während ich in den letzten Jahren mit der Familie hauptsächlich auf den Skipisten und lediglich zur Abwechslung zwischendurch auf Schneeschuhen oder Tourenski unterwegs war, hat sich das im letzten Winter geändert.

Freude an der Bewegung in der Natur

Die Pisten im Winter 2020/21 waren geschlossen, aber nicht nur deshalb habe ich den Ski-Langlauf für mich entdeckt. Ein Kurs zum Erlernen der Technik, einige Male mit dem passenden Gerät in der Loipe auspowern und schon war eine neue Leidenschaft geboren. Nach gut 30 Mal in der Loipe habe ich das Gefühl, das Herz pumpt kraftvoller, die Lunge atmet tiefer und die Körperspannung ist auf einem zu dieser Jahreszeit nie gekanntem Niveau. Die Bikesaison kann kommen!

Kondition auf zwei schmalen Brettern getankt

Festzustellen, dass die Kondition schon zum Saisonstart schon etwas taugt, ist erhebend und so machen die ersten Kilometer bergauf schon richtig Laune. Diese wird noch durch einen neuen fahrbaren Untersatz gesteigert.

Erster Uphill

Erster (und rutschiger) Downhill

Leider konnte das neue Trek Procaliber 9.8 noch nicht auf den Hometrails getestet werden, aber das kommt noch und dazu ganz gewiss auch ein Fahrbericht. Die ersten Kilometer sind jedenfalls schon sehr vielversprechend. 

Und auch den Kids gefällts

Saisonstart im Schnee mit neuem Untersatz

Sonntag, 14. März 2021

MTB Schaltung - Umstieg auf 1x12

Das Thema Technik beschäftigt mich, seit ich mich auf zwei Rädern fortbewege. Dabei habe ich schon viele Trends kommen und auch wieder gehen sehen. Auch mit dem Thema Schaltung für Mountainbikes hatte ich mich schon öfters auseinandergesetzt, das letzte Mal 2015, seitdem hat sich wieder viel getan.
 
Damals ging es noch um die Frage 3x11 vs. 2x11 vs. 1x11. Zwei Jahre später, im Jahr 2017 habe ich mich beim Kauf meines Scott Scale 910 - auch aufgrund meiner breitbandigen Nutzung - für 2x11 entschieden, seit 2019 gibt es im Fachhandel bei Bikes einer bestimmten Klasse kaum mehr eine andere Option als 1x12. 
 
Mein Scott Scale 910 fährt sich auch nach vier intensiven Jahren der Nutzung noch super, die Shimano XT schaltet auch nach über 8.000 Kilometern sahneweich und erst nach all diesen Kilometern habe ich Kette und Ritzelpaket ersetzt. Einen Wechsel auf 1x12 habe ich nie ins Auge gefasst. Macht eine Schaltung aber Probleme oder müssen durch Verschleiß ohnehin mehrere Schaltelemente ersetzt werden, dann macht ein Wechsel auf 1x12 durchwegs Sinn. Einerseits reichen die Bandbreiten der neuen 1x12 Schaltungen mit 10/51 Zähnen bei Shimano oder 10/52 bzw. 11/50 bei SRAM aus, andererseits wird ein MTB auch von einigem Balast befreit und wirkt auch optisch leichter. Und nicht zuletzt, durch den Wegfall des Umwerfers und eines Schalthebels inklusive der Züge, verschwindet auch ein anfälliges Bauteil. 
 
Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen habe ich zuletzt das Trek Procaliber 9.7 meiner Tochter auf 1x12 umgebaut. Nach einigen gröberen Kettenklemlmern hatte ich entdeckt, dass ab Werk der Schalthebel für den Umwerfer für eine Dreifachschaltung ausgelegt war und nur mittels der Begrenzer auf 2fach angepasst war. Anfangs passte alles noch gut, sorgte aber nach einiger Zeit wiederholt für Abwürfe hinter das kleine Kettenblatt, mit unschönen Lackschäden am Rahmen, schmierigen Händen bei mir und Tränen in den Augen meiner Tochter, wenn der Abwurf bei einem CC-Rennen passierte.
 
Trek Procaliber 9.7

Darum ist die Entscheidung, das an sich tolle Trek auf 1x12 umzubauen, leicht gefallen. Meine erste Wahl wäre natürlich Shimano XT gewesen, aber anscheinend gibt es größere Lieferengpässe für die Schaltgruppen von Shimano, außerdem hätte der Freilaufkörper auf Microspline gewechselt werden müssen. Und so musste als Alternative die SRAM GX herhalten, allerdings mit dem NX-Ritzelpaket mit 11/50 Zähnen, damit der bestehende Freilaufkörper genutzt werden kann. In Verbindung mit einem 32er Kettenblatt wird die Bandbreite für Cross Country und Touren ausreichen.

Leichte Optik durch 1x12

Fazit: Ein Umbau auf 1x12 wertet ein Bike optisch auf, ist aber nicht zwingend notwendig, wenn die 2x11 Schaltung perfekt funktioniert. Wird aber ein Wechsel mehrerer Schaltelemente notwendig, dann lohnt sich ein Umstieg auf jeden Fall. Kostenpunkt ca. 300 Euro.
 
 

Montag, 21. September 2020

Trentino: Mit dem MTB auf der Hochebene von Lavarone

Wer kennt es nicht, das legendäre MTB Rennen "100 Km dei Forti"? Alljährlich messen sich über 1.500 Mountainbiker auf den Schauplätzen des Ersten Weltkrieges, rasen vorbei an den imposanten Kriegsfestungen, auf den alten Militärstraßen und auf den natürlichen Trails. Die Marathonstrecke umfasst 85 Kilometer und 2.141 Höhenmeter, die Classicstrecke 53 Kilometer und 1.220 Höhenmeter, diese ist somit sehr gut für Jedermänner geeignet. Dass die Cracks die Marathonstrecke in weniger als vier Stunden bewältigen, ist nur ein Detail am Rande. Aber die Gegend um Lavarone und Folgaria hat auch für Freizeit-Mountainbiker viel zu bieten. 

Lavarone - der Ausgangspunkt für die Touren

Genussbiken auf dem Hochplateau
 

Wo es Rennen gibt, sind meist auch die Voraussetzungen für schöne Touren erfüllt. So ist das auch in Lavarone. Auf der Seite der Veranstalter gibt es einige Tourenvorschläge, diese folgen meist der Rennstrecke oder sind oft um ein paar nette Trails oder Sehenswürdigkeiten bereichert, führen aber genauso an den Festungen des Ersten Weltkrieges vorbei. 

 

An der Festung Cherle - S. Sebastian


Festung Busa Verle

Festung Werk Gschwent

Es müssen keine neuen Touren gesucht werden, Tourenvorschläge gibt es auf den bekannten Portalen zuhauf, sowohl auf der Tourismusseite des Trentino, auf Alpe Cimbra Bike und auch auf anderen Portalen wie Outdooractive, Komoot, Bergfex usw. Die Touren sind übersichtlich numeriert und die Beschilderung ist ziemlich umfangreich und meist lückenlos.

 

Konkurrenz zwischen Wanderern und Bikern? Nicht vorhanden!

Unterwegs auf sanften, natürliche Trails

Das Gebiet hat wenig von der überbordenden Geschäftigkeit des Gardasees, man kann hier genau so gut Gas geben wie zur Ruhe kommen. Die Biker sind gerne gesehen und finden in den Gasthäusern und Almen eine unprätentiöse Gastlichkeit vor. Für Essen und Trinken ist gesorgt - ist die Küche einmal schon kalt, gibt es den unvermeidlichen "tagliere", den Aufschnitt aus lokalen Wurstwaren und Käse auf dem Holzbrett. 

 

Fotoshooting auf der Alm

Mountainbiken macht durstig und hungrig

Auf dem Hochplateau liegt das zimbrische Dorf Lusern, eine Sprachinsel, wo rund 1.000 Menschen noch eine alte, mittelalterlich anmutendende, deutsche Sprache, das Zimbrisch sprechen. Bemerkenswert sind dort die zweisprachigen Bezeichnungen auf der Straßenbeschilderung und an den Gebäuden. Atemberaubend ist auch der Blick von Lusern über die Hochebene und die Festungen, die über die Hochebene wie stille Wächter wachen. 

Lusern - Ortsschild in drei Sprachen, Italienisch, Zimbrisch, Deutsch

Das Gemeindeamt von Lusern

Zu köstlich - hier geht's in Richtung Autopan (Autobahn)


Und hier folgen wir der Spur des Bären

In Lusern fühlen sich Mountainbiker willkommen

Fazit: Es muss nicht immer der Gardasee sein, es gibt viele andere Regionen, die sich sehr gut zum Mountainbiken eignen und weniger gehypt und damit weniger überlaufen sind.


Mittwoch, 3. Juni 2020

Biketest: Trek Procaliber 9.7 - Praxistest nach einem Jahr

Vor etwa einem Jahr habe ich nach einem Allround-Hardtail für meine Tochter gesucht, das sowohl als Sportgerät für CC Rennen, als auch für längere Touren  geeignet sein sollte. Nachdem die meisten Neuräder ab dem Modelljahr 2019 lediglich mit 1x12 Schaltung ausgestattet waren, ist die Wahl schließlich auf ein Trek Procaliber 9.7 aus dem Vorjahr in Rahmengröße S - laut Hersteller geeignet für Körpergrößen von 153 bis 167 cm - gefallen.

Trek Procaliber 9.7 - Modelljahr 2018

Die Ausstattungsmerkmale sind: Carbonrahmen mit innenlaufenden Schaltzügen, Gabel Rock Shox Reba RL 100 mm Federweg, Schaltgruppe Shimano XT 2x11 Gänge, Kurbel Race Face Next R 36/26T, Kassette Shimano Deore XT 11-42, Bremsen Shimano MT500, Carbon-Sattelstütze, Vorbau, Lenker und Sattel von Bontrager, Original-Laufräder DT Swiss M1900, Reifen Bontrager XR2. Gewicht laut Hersteller 11,06 Kg. 

Shimano Deore XT - bewährter Antrieb

Als Vorjahresmodell war das Trek Mountainbike preisreduziert und den Rabatt habe ich in einen Satz der schönen Bontrager Kovee Pro TLR Carbon-Laufräder investiert, die mit ihren 1.500 Gramm und der tollen Optik eine verdiente Aufwertung für das MTB darstellen. Außerdem wurde das Bike auf Schlauch umgerüstet. 
Bontrager Kovee Pro TLS - zuverlässige und schöne Carbonfelgen

Vom 2019er bzw. 2020er Modell unterscheidet sich das Procaliber 9.7 lediglich durch die Schaltgruppe - bei diesen Modellen ist die SRAM NX Eagle 1x12 verbaut - sowie durch die Farbvarianten. Laut Werksangabe soll das Bike mit dieser Ausstattung 10,95 Kg auf die Waage bringen. Ich hatte das Bike auch anderen Optionen gebenübergestellt, wie etwa dem Cube Reaction C:62 oder dem Mitfavoriten Bulls Bushmaster RS 29 aus dem Fachhandel und anderen 2.000 Euro Bikes aus dem Versandhandel.

Nach einem Jahr der Nutzung des Trek Procaliber 9.7 Modelljahr 2018, nach etwa 20 CC Rennen, unzähligen Touren in den Südtiroler Bergen und über 2.000 Km Laufleistung, hat sich das Trek als sehr zuverlässiger und unkomplizierter Begleiter entpuppt. Die Aufrüstung mit den Carbonfelgen hat sich bewährt und ist nicht nur eine optische Aufwertung, sondern diese spart auch Gewicht. Nach der Montage von Tacho, Flaschenhalter, Pedalen und kleiner Satteltasche (nur für Touren) wiegt das Bike fahrbereite 11,6 Kg.
Das Trek Procaliber 9.7 hat seine Feuerprobe längst bestanden

Das Bike fühlt sich sehr spurtstark und steif an, der IsoSpeed-Entkoppler im Carbonrahmen schenkt dem MTB einen Hauch von Komfort am Hinterbau, indem die gröbsten Schläge dezent gefiltert werden. Bei einem Lenkwinkel von 69,5 Grad ist das MTB überaus spurtreu und trotzdem wendig auf verwinkelten Trails. Die serienmäßigen Bontrager Reifen in Größe 29x2,2 bauen breit auf den Felgen, rollen leichtfüßig und bieten einen sehr guten Kurvenhalt unter allen Streckenbedingungen.
Der Iso-Speed Entkoppler filtert Erschütterungen und Vibrationen

Fazit: Außer dem, der Laufleistung angemessenen, Ersatz der Bremsbeläge sind bisher - trotz der nicht gerade schonenden Verwendung - keine Probleme am MTB aufgetreten. Um das an sich tolle Bike zu adeln, hätte Trek dem edlen MTB statt der Shimano Gruppenbremse eine komplette XT Bremsanlage spendieren können - das ist an sich mein einziger Kritikpunkt. Der Rest der Komponenten ist sehr gut gewählt und das Gesamtpaket stimmig.

Samstag, 16. Mai 2020

MTB: Schlauch oder tubeless? Oder das Beste aus beiden Welten!

Ich hatte mich schon öfters in meinen Beiträgen als Schlauchfahrer geoutet. In meinen Augen wiegt eine Gewichtsersparnis von 350 Gramm einfach nicht die Nachteile der Tubeless-Systeme auf langen Touren auf. Denn wehe tubeless ist einmal airless und es muss ein Schlauch rein, dann ist das eine Riesensauerei. Auch Schaumpatrone und Salami-Flicksets inklusive Werkzeug sind auf Tour nur Balast und vom Handling her aufwändig. Und ganz nebenbei konnte ich noch nie feststellen, dass tubeless wirklich smoother abrollt. Vorausgesetzt die Reifen werden nicht mit zu viel Druck aufgepumpt, rollt ein 29er mit Schlauch genauso samtweich über die Trails wie tubeless, dazu reichten 1,7 Bar Reifendruck bei meinem Körpergewicht von 75 Kg bisher immer vollkommen aus. Und ist mal die Luft raus, ist die Behebung einer Reifenpanne mit einem Ersatzschlauch in Nullkommanichts erledigt.

Im Winter hängt mein Mountainbike am Haken, aber das Biken und die Technik rund ums MTB lässt mich auch da nicht los. Und so verbringe ich gerne immer wieder mal ein paar Stunden beim Tüfteln und Schrauben oder beim Stöbern nach Neuigkeiten. Und diese Neuigkeit habe ich dann entdeckt. Tubolito - ein neuartiger Fahrradschlauch aus dem neuen, leichten und widerstandsfähigen Material Thermoplast. Das musste ich testen, denn ich hatte mich schon früher mit der Verwendung anderer Systeme wie Procore, Schaumstoff-Durchschlagsschutz u. ä. beschäftigt, aber keines dieser Dinge hat mich überzeugt. Weil ich gerne Neuigkeiten teste und mir dann eine Meinung bilde, habe ich vor  einigen Wochen die Tubolito S-Tubo-MTB-Schlauch montiert. Die Montage ist ähnlich wie bei einem normalen Butyl-Schlauch, erst muss man allerdings das Ventil einschrauben. Das leichte und rutschige Material vermittelt eine Hauch von Empfindlichkeit und so habe ich auch die Montage und das erste Aufpumpen sehr vorsichtig gehandhabt. Ich habe die neuen Schläuche sowohl auf das Vorder- und Hinterrad montiert und dabei für das Aufziehen der Reifen keine Reifenheber verwendet.
Glatt und dünn fühlt sich der Thermoplast Schlauch bei der Montage an
Danach habe ich die Reifen auf 2,5 Bar aufgepumpt, um den Reifen schön auf die Felge zu pressen, danach wieder etwas Druck abgelassen. Und dann ging es gleich in die erste Hausrunde. Dabei hatte ich das Gefühl, dass sich die Reifen ziemlich hart anfühlten und nicht besonders geschmeidig abrollten. Dieser Eindruck hat sich auch auf den folgenden Touren fortgesetzt. Positiv war, dass sich die Luft in den Reifen sehr gut gehalten hat, die Thermoplast Schläuche sind also mindestens genauso dicht, wie Butyl Schläuche. Dabei wiegen sie nur einen Bruchteil, es lassen sich bei einem 29er Laufradsatz an die 350 Gramm einsparen.

Am Ventil gibt es zur Fixierung nur einen kleinen Gummiring
Inzwischen habe ich auf meinem Hardtail Scott Scale 910 auf vielen Touren mit dem Reifendruck experimentiert und diesen sukzessive abgesenkt. Mit den neuen Tubolito Schläuchen bin ich sogar schon einen Reifendruck von weniger als 1 Bar gefahren, ohne dass dabei die Conti Cross King Protection ein schwammiges Gefühl vermittelt oder zu wenig Kurvenhalt geboten hätten. Ich fahre bergauf vorwiegend auf Forstwegen und bergab auf Naturtrails mit losem Geröll, Wurzeln und Ästen.  
Vorwiegend auf Naturtrails unterwegs
Bisher hatte ich keinen einzigen Durchschlag zu verzeichnen. Ich fahre inzwischen den Conti Cross King Protection 29x2,2 hinten mit 1,2 Bar und den Conti Cross King Protection 29x2,3 vorne mit 1 Bar und fühle mich damit pudelwohl. Die Kombination Conti Protection und Tubolito hat mich auf den letzten 500 Kilometern begeistert, diese Ausstattung ist eine Bank, pannensicher und damit voll touren- und alpencrosstauglich. Es gibt sogar Flicken für die Reparatur, diese habe ich mir zwar besorgt, aber noch nie gebraucht. 

Weniger ist mehr - 1,2 Bar hinten und 1 Bar vorne sind genug!

FAZIT: Hat man erst einmal den optimalen Reifendruck gefunden, fahren sich die Tubolito S-Tubo sehr gut. Die Pannensicherheit ist exzellent und die Gewichtsersparnis in etwa gleich wie bei tubeless - und das alles mit Schlauch. Das Packmaß für einen Ersatzschlauch ist sehr klein und fällt mit federleichten 45 g (29er S Tubo MTB) nicht ins Gewicht. Einziger Wermutstropfen ist der Preis, der UVP liegt bei 33 Euro, der Preis im Onlinehandel immerhin noch bei 27 Euro, dafür bekommt man mindestens 4 normale Schläuche. Andererseits bekommt man dafür das Beste aus beiden Welten! 

Montag, 27. Januar 2020

Mountainbiken 2020 - wohin geht die Reise?

Der aufmerksame Leser dieses Blogs hat zwischen den Zeilen immer wieder gelesen, dass ich ein zwiespältiges Verhältnis zur MTB Szene entwickelt habe. Das merkt man am Inhalt der Beiträge genauso wie an der Frequenz, mit der ich schreibe. Es macht mir, angesichts bestimmter Entwicklungen, nicht mehr so viel Freude, über mein Hobby zu schreiben. Denn das Mountainbiken hat sich in meinen Augen zusehends von einem Sport für Naturliebhaber und Bergfreunde in eine konsum- und abfahrtsorientierte Massenbewegung gewandelt - rücksichtslos, rüpelhaft, verantwortungslos und alles andere als nachhaltig. 

Schon im April 2014 hatte ich in meinem Blogbeitrag "Mountainbiken - quo vadis?" aus meinen Bedenken zur Entwicklung meines Lieblingssports keinen Hehl gemacht und die abfahrtslastige Entwicklung - verbunden mit dem Transport der Mountainbikes mit Bergbahnen und Shuttles bergwärts - kritisiert. Auch im August 2015 habe ich mich wieder gefragt, "Wohin geht der Trend bei Mountainbiken" und hatte hier besonders mit Bezug auf die Bildsprache die zunehmende Konsumorientierung und Schnellebigkeit an den Pranger gestellt.  
Landschaftserlebnis und Horizonte I
In der Zwischenzeit gab es neue Entwicklungen, die rasante Verbreitung der E-Bikes und deren touristische Nutzung haben neues Konfliktpotenzial auf die Wege und Trails gebracht. Hatten sich die Wanderer gerade erst mit den Bio-Bikern arrangiert, kommen jetzt zusätzlich die E-Biker auf den Berg und beanspruchen Platz auf den Wegen und Steigen. Durch die (vermeintliche) Einfachheit des E-Bikens kommen immer mehr Leute mit immer weniger alpiner Erfahrung auf den Berg. Treten diese in Massen auf und verhalten sich unangemessen, ob aus Unkenntnis oder aus Ignoranz, so kippt schnell die Stimmung und die Akzeptanz aller Biker am Berg ist endgültig dahin. 
Landschaftserlebnis und Horizonte II
Die öffentliche Wahrnehmung der Biker ist bereits jetzt durch relativ wenige schwarze Schafe arg in Mitleidenschaft gezogen. Das ist möglicherweise eine Folge der abfahrtslastigen Entwicklung und vor allem der Kommunikation. Damit meine ich die Art, wie das Mountainbiken beworben und verkauft wird. Denn wer nur daran interessiert ist, im Adrenalinrausch möglichst schnell ins Tal zu fräsen, der hat keinen Blick für intakte Natur und gepflegte Landschaft, grüßt keinen Wanderer und verhält sich auch entsprechend rücksichtslos.
Landschaftserlebnis und Horizonte III
Ist meine Liebe zum Mountainbiken erloschen? Nein - ich liebe das Mountainbiken wie am ersten Tag, aber ich kann mich mit dem Produkt Mountainbiken, so wie es sich entwickelt hat, mittlerweile nicht mehr identifizieren. Und ich ziehe meine Konsequenzen daraus: Ich werde meine Trails künftig nach neuen Kriterien aussuchen, ich werde Hotspots meiden und möglichst nur noch fern der Massen biken, in Gebieten, wo die Heuschrecken noch nicht eingefallen sind. Und um diesen Frieden dort zu bewahren, werde ich nicht mehr über diese Touren schreiben ...außer ich kriege doch wieder große Lust dazu.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Eisacktal: Der Bikepark Plose hoch über Brixen

Hoch über Brixen thront die Plose, der Brixner Hausberg. Im Winter überschaubares Skigebiet, im Sommer beliebtes Wandergebiet, hat sich der Berg durch den Bau des Bikeparks zu einem Eldorado für Mountainbiker gemausert. An der Bergstation sind drei Lines von professionellen Trailbauern neu gebaut worden, die das bereits vorher bestehende Angebot - die Trailabfahrt von Brixen nach St. Andrä -  erweitern und abrunden. 

Die Sky Line beginnt an der Bergstation der Kabinenbahn auf 2.050 Metern Meereshöhe und führt über 6,6 Kilometer beinahe 1.000 Tiefenmeter nach unten. Diese Line ist nicht einfach zu fahren und man muss zwischendurch schon einmal stehen bleiben, wenn man die herrliche Aussicht über die Stadt Brixen und das Eisacktal genießen will. Unterwegs erfordern viele knifflige Stellen, Steine und Wurzelteppiche die hundertprozentige Aufmerksamkeit der Biker und lassen wenig Raum für visuelle Ablenkungen.  

Einstieg zur Sky Line - Nomen est Omen - dem Himmel nah

Die Palm Pro Line ist die schwierigste Strecke im Plose Bike Park und fällt zweifellos in die Kategorie anspruchsvoll. Sie ist 2,5 Kilometer lang und enthält alle Elemente, die einen Mountainbiker fordern können. Zahllose Wurzeln, Steine, Steilstücke garnieren das Abfahrtsvergnügen. Die Auffahrt mit dem Palmschoß Sessellift gestaltet sich dagegen beschaulich und verschafft die Gelegenheit, die herrlichen Panoramen auf die Geislergruppe in den Dolomiten aufzunehmen.
Einstieg zur Palm Pro Line

Liebhaber von Softtrails und Familien mit Kinder werden die Jerry Line schätzen. Diese ist mit gemäßigtem Gefälle sehr gut vorhersehbar und birgt keine Überraschungen auf der Strecke. Vor den Anlegerkurven wird mit kurzem Gegenanstieg das Tempo reduziert und die Strecke fährt sich leicht und flowig. Auf gut 4 Kilometern werden 300 Tiefenmeter bewältigt, somit ist die Line ideal für Anfänger und Kinder. Von der Jerry Line zweigt die Hammer Line ab. Diese ist etwas abwechslungsreicher und durch einige Sprünge und Kurven auch etwas fordernder, kann aber immer noch als familientauglich gelten. 

Auf der Sky Line - hoch über dem Eisacktal
Spektakuläre Aussicht vom Sessellift auf die Geislergruppe


FAZIT: Ein Besuch im Bikepark Plose lohnt sich, die Preisgestaltung ist fair und durch das Familienticket auch für Familien erschwinglich. Die verschiedenen Lines bieten Fahrspaß und Abwchslung. Stoßzeiten sollte man meiden, in den Parks gibt es immer wieder übermotivierte Superhelden (wären einen eigenen Beitrag wert), die glauben es ginge um Leben und Tod und nicht um ein Freizeitvergnügen. 

Freitag, 20. September 2019

Vinschgau: Der Ötzi Flow Trail in Naturns

Schon im Sommer 2015 hatte ich mit euphorischen Worten vom Ötzi Trail als dem schönsten Trail im Vinschgau geschwärmt. Dieser Trail hat im vergangenen Jahr zum Tal hin eine Verlängerung erfahren. Diese ist besonders gut für Anfänger und Kinder geeignet. Rund einen Kilometer lang schlängelt sich der als S1 eingestufte, leichte Trail ins Tal und ist für Familien mit Kindern einen Besuch wert. Die Strecke ist so angelegt, dass die, zwischendurch einem Pumptrack nicht unähnlichen, Hügel den Anfänger nie überraschen und auch die Steilkurven flach und leicht fahrbar ausfallen.
Ötzi Flow Trail - Am Start
Die Anfahrt erfolgt vom Parkplatz in Naturns aus über Tabland bis zur Waldschenke. Auch hier gibt es einen großen Parkplatz, eventuell kann man auch bis hierhin fahren und parken. Leider gibt es am Parkplatz keine Beschilderung zum Traileinstieg, aber man folgt einfach dem Forstweg, der hinter dem Parkplatz beginnt. Es geht anfangs eher steil bergauf und man muss sich links über eine kleine Brücke halten. Schon kurz darauf begegnet man den einzelnen Schildern, die den Trail anzeigen, wo er den Forstweg quert. Man bleibt aber immer auf dem Forstweg, bis man - etwa sechs Kehren weiter oben - am Start-Schild steht.
Ötzi Flow Trail - Spaßgarantie für Groß und Klein
Dann kann es losgehen, der Fahrspaß ist nach etwa 150 Tiefenmetern und einem Kilometer schon wieder vorbei. Die erste Fahrt kann noch dem Kennenlernen dienen, danach geht es immer flotter in die Steilkurven und es bleibt wohl nicht bei der zweiten, dritten und vierten Fahrt. In Verbindung mit dem Hochpedalieren ist die Abfahrt ein schönes Training für Kinder und Anfänger, ohne Angst vor Überforderung, dafür mit Spaßgarantie.

Sonntag, 18. August 2019

Vinschgau: Der Barbarossa Trail

Latsch im Vinschgau ist wohl einer der MTB Hotspots in Südtirol. Hier hat sich eher die abfahrtslastige Fraktion der Mountainbiker angesiedelt - wohl aus gutem Grund. Die Trails sind beinahe lückenlos mit Bahn oder Shuttle erreichbar und die Beherbergungsbetriebe haben sich gut auf diese Biker eingestellt. Die Saison ist lang, bei den zuletzt milden und schneearmen Wintern war die Bikesaison in Latsch wohl unbestritten die Längste mit rund zehn Monaten Dauer. 

Schattiger und für den Sommer besser geeignet finde ich in Latsch die Trails auf der Seite des Nördersberg. Dieser besteht aus Nordhängen und die Trails führen vorwiegend durch schattenspendenen Wald. Allein von der Tarscher Alm bzw. Latscher Alm führen vier Trails ins Tal, diese werden von einem alten 2er Sessellift bedient, der die Biker bedächtig nach oben befördert. Neu im Trailquartett ist der Barbarossa Trail, dessen letzer Abschnitt erst kürzlich fertiggebaut wurde.
Einstieg in den Trail auf der Tarscher Alm
Der Trail erstreckt sich über 4,5 Kilometer und überwindet vom Einstieg an der Bergstation bis zur Talstation des Sesselliftes gut 700 Tiefenmeter. Er ist mit S1 bzw. Schwierigkeit "Blau" angeschrieben, dieses Versprechen kann der Trail, obwohl etappenweise recht flowig, nicht durchgängig halten, es sind Wurzeln, Steine und Absätze vorhanden, die eine Kennzeichnung S2 und somit Schwierigkeit "Rot" rechtfertigen würden. Ständige Aufmerksamkeit, Bremsbereitschaft und Körperspannung sind notwendig, denn selbst in den flowigen Abschnitten kommen plötzliche Richtungswechsel und steile Anfahrten in die meist eher flach ausgelegten Steilkurven vor. 
Flowiger Start in den Barbarossa Trail
In den oberen Bereich sind einige Sprünge eingebaut, die auch umfahren werden können. An einigen, vom Gelände her schwierigen Stellen wurden Holzkonstruktionen mit Hasendrahtbelag verbaut, die dem Biker etwas Sicherheit vermitteln.Trotzdem sind auch einige ausgesetzte Abschnitte zu überwinden, die ich Kindern und unerfahrenen Bikern nicht unbedingt zumuten möchte.

Holzkonstruktionen auf dem Trail
Einige Sprünge sorgen für den Adrenalinstoß
Alles in allem ist der Barbarossa Trail sehr abwechslungsreich und spannend. Manchmal mit unerwartet herbem Charakter. Hat man mit ihm einmal das richtige Feeling entwickelt, lädt er zwischendurch immer wieder ein, die Bremse zu lösen und es richtig rollen zu lassen, dies aber wohl erst nach den ersten paar Abfahrten.

Sprünge können umfahren werden
Die Herausforderung für Latsch als MTB Region ist es wohl, das Angebot noch breiter aufzustellen, mit einigen leichteren Trails für die ganze Familie. Außerdem muss dafür Sorge getragen werden, dass die bestehenden Trails weiterhin fahrbar bleiben und nicht in höhere Schwierigkeitsklassen wandern. Durch Gewitter und Bodenerosion sind viele Trails im Laufe der Jahre um mindestens einen Punkt in der Singletrailskala aufgestiegen, aus S1 wurde S2 aus S2 wurde S3... Dies mag die Hardcore-Freerider begeistern, für die breite Masse tauglich bleiben die Trails dadurch nicht.


Biketest: Trek Procaliber 9.8 - Modelljahr 2021

Wie schon in meinem letzten Beitrag geschrieben, bin ich mit Elan in die neue Saison gestartet. Einiges an Motivation ist wohl dem neuen Sp...