Dienstag, 2. Mai 2017

Test: Fahrradschloss Squire Snaplock 260

Ein Bikerkollege, der auch Fahrradverkäufer ist, hat mir einmal eingetrichtert, dass man beim Kauf eines Fahrradschlosses bis zu fünf Prozent des Kaufpreises für das Fahrrad in den Kauf des Fahrradschlosses investieren müsste, damit  das Bike vernünftig gesichert werden kann. 

Damit hat er die direkte Relation Kaufpreis des Fahrrades zu Kaufpreis des Fahradschlosses hergestellt. Wenn ich mir die Summen, die ich für meine Bikes ausgegeben habe, durch den Kopf gehen lasse, wird mir ganz schwindlig, ich müsste dann ja 50 Euro je 1.000 Euro in Fahrradschlösser investieren! Denn nimmt man für die Investition in sein Lieblingsspielzeug eine Trockenlegung des Kontos oder der Geldbörse billigend in Kauf, ist die Zahlungsbereitschaft für ein vernünftiges Fahrradschloss dann doch sehr limitiert. 

Allerdings habe ich jetzt mit dem Squire Snaplock 260 doch eine schicke, sichere und auch bezahlbare Alternative gefunden. Das Schloss sieht aus wie ein großer Karabinerhaken und ist recht einfach in der Handhabung. Mittels eines mitgelieferten Werkzeuges kann die Kombination vor Gebrauch selbst eingestellt werden, die fünf Zahlenscheiben geben eine Möglichkeit von 100.000 Nummernkombinationen. Das Schloss wiegt knapp unter einem Kilo (950 g) und passt in jeden MTB-Rucksack, ohne allzuviel Platz wegzunehmen. Das kompakte Teil ist aus gehärtetem Borstahl und entspricht der hohen Sicherheitsstufe 13.

In der praktischen Anwendungen gibt es mehrere Möglichkeiten, Fahrräder zu sichern. Entweder ein einzelnes oder auch zwei oder mehrere Fahrräder. Dabei sollten die Bikes nicht nur an den Laufrädern zusammengeschlossen werden, sondern vor allem der Rahmen gesichert werden.

Ein einzelnes Fahrrad kann zwischen Rahmen und Vorderrad gesichert werden, vorausgesetzt die Distanz zwischen Rahmen und Felge/Reifen ist nicht zu groß, dass die Öffnung des Karabiners ausreicht, um beide zu umfassen.
Squire Fahrradschloss geschlossen
Sicherung zwischen Rahmen und Vorderrad
Der Bügel ist zudem ausreichend lang, um zwei Fahrräder am Oberrohr gegeneinander zu sichern, die leichte Gummiummantelung schont dabei den Lack der kostbaren Bikes. Genauso funktioniert die Sicherung eines Bikes zwischen einer anderen festen Verankerung wie z. B. an einem Zaun oder dem Pfosten eines Verkehrsschildes.

zwei Räder zusammen geschlossen
Sicherung von zwei Fahrrädern
Die kompakte Bauweise mit nur 26 cm Bügellänge bringt aber auch ein paar Einschränkungen mit sich, die ein Bügel- oder Kettenschloss nicht oder in geringerem Ausmaß hat. Diese Einschränkung ist die Öffnungsweite des Schlosses, die nicht immer genügt, um ein Bike zwischen Rahmen und Vorderrad zu sichern, wenn der Abstand zwischen den beiden zu groß ist. 
Rad versperrt
Distanz zwischen Rahmen und Felge klein = perfekt um Vorderrad zu sichern
Sicherung Vorderrad
Distanz zu groß - Schloss reicht nicht um Felge und Rahmen
In diesem Fall muss das Bike auf eine andere Art gesichet werden, entweder man schließt es an einen Fahradständer, Masten oder Zaun oder gegen ein anderes Fahrrad. Oder man sperrt das Bike zwischen Sitzrohr und Hinterrad, denn dort sind die Distanzen geringer - das Vorderrad bleibt hierbei aber ungesichert.

Fazit: Das Squire Fahrradschloss ist bei einem Verkaufspreis von 61,95 Euro eine sichere und bezahlbare Investition in die Sicherheit des Bikes und verschlingt keine fünf Prozent des Bike-Kaufpreises. Es passt außerdem in jeden Tourenrucksack und ist online bei Bike24 oder Amazon erhältlich. 


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